Was ist Paartherapie bei ASPIS?
Flucht, Krieg und existenzielle Krisen stellen Partnerschaften vor enorme Zerreißproben. Oft verändern Traumatisierungen das Verhalten und Erleben eines oder beider Partner, was zu Missverständnissen, Rückzug oder Konflikten führt. Unsere Paartherapie bietet einen geschützten Raum, um diese Dynamiken zu verstehen. Unser Angebot eignet sich besonders bei:
- Belastung der Beziehung durch traumatische Erlebnisse eines oder beider Partner
- Sprachlosigkeit und emotionale Distanz nach Krisenerfahrungen
- Häufige Missverständnisse und wiederkehrende Konflikte
- Sekundäre Traumatisierung (Übertragung der Belastung auf den Partner)
- Herausforderungen bei der gemeinsamen Integration in ein neues Lebensumfeld
- Verlust von Nähe, Intimität und gegenseitigem Vertrauen
Wie eine Paartherapie Ihre Beziehung stärken kann
Die Begleitung als Paar hilft Ihnen, aus der Isolation der eigenen Belastung herauszufinden und die Partnerschaft wieder als Quelle von Halt, Kraft und Sicherheit zu erleben.
Gemeinsames Verständnis
Erkennen, wie Traumatisierungen und Stress das Verhalten des Partners beeinflussen, um gegenseitiges Mitgefühl statt Vorwürfen zu etablieren.
Offene Kommunikation
Überwindung von Sprachlosigkeit und das Erlernen konstruktiver Wege, um Ängste, Bedürfnisse und Sorgen miteinander zu teilen.
Wiederaufbau von Nähe
Schaffung von sicheren Momenten der Verbundenheit, um emotionale Distanz abzubauen und gegenseitiges Vertrauen zu stärken.
Stabilität als Team
Entwicklung gemeinsamer Strategien, um äußere Belastungen (wie Asylverfahren oder Alltagssorgen) als Einheit zu bewältigen.
Warnsignale & Belastungen in der Partnerschaft
Zeichen für eine Krisensituation im gemeinsamen Leben:
- Fortlaufende Sprachlosigkeit oder das Gefühl, nicht mehr zueinander durchzudringen
- Ständige, eskalierende Konflikte wegen vermeintlicher Nichtigkeiten
- Gefühle von Einsamkeit und emotionaler Entfremdung trotz des Zusammenlebens
- Hilflosigkeit im Umgang mit den Traumastimmen oder Panikattacken des Partners
- Sozialer Rückzug eines Partners und die Vermeidung gemeinsamer Aktivitäten
- Das Gefühl, ständig „auf Eierschalen zu gehen“, um Konflikte oder angstausbrüche zu vermeiden
- Überforderung durch die Pflegerolle (Co-Abhängigkeit) bei schwer traumatisierten Partnern
- Verlust von Intimität, Zärtlichkeit und gegenseitiger positiver Bestätigung